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Aufgaben

Die Arbeitsstelle Inschriften in Bonn ist seit 1978 eingebunden in das interakademische Projekt "Die Deutschen Inschriften". Sie ist zuständig für die Erfassung und wissenschaftliche Edition des Inschriftenbestandes des Landes Nordrhein-Westfalen aus nachrömischer Zeit bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts.

Die inschriftliche Überlieferung ist vielfältig: Historische, sprachliche und religiöse Entwicklungen spiegeln sich in frühchristlichen Zeugnissen am Niederrhein, in den Inschriften an rhein-maasländischen Goldschmiedearbeiten des 11. bis 13. Jahrhunderts oder in westfälischen Hausinschriften der Reformationszeit. Stifter- und Memorialinschriften der Bischofs- und Hansestädte lassen Rückschlüsse auf den Bildungsstand des Klerus und des gehobenen Bürgertums zu. Der Übergang vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen lässt sich an (ost)westfälischen Glocken- oder Hausinschriften nachvollziehen.

Darüber hinaus steht die Arbeitsstelle Denkmalämtern, Museen, Archiven und anderen kulturellen Einrichtungen als Ansprechpartner für epigraphische Fragen zur Verfügung. In Fällen, in denen Inschriftenbestände in besonderem Maße gefährdet sind, wird zumindest die fotografische Erfassung sichergestellt.

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